
Bitterer Nachgeschmack: Eiskaffee schlägt dick auf die Hüften, denn Sommerzeit = Zeit, um sich die (Eis)-Kugel zu geben.Eiscreme und Eiskaffee verwöhnen zwar den Gaumen, verderben aber die Bikini-Figur, warnt heute Diplom Diätassistentin Klaudia
Pütz von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Ein Eiskaffee (250 ml) ist mit 55 Gramm Fett eine
wahre Sommer-Kalorienbombe, zeigt der Ernährungs-Organizer Mealus. Mit 573 Kilokalorien deckt der kühle Genuss fast ein
Drittel der empfohlenen Tagesenergiezufuhr ab. Ob für Klein oder Groß – unterwegs aus der Eisdiele oder zu Hause aus dem
Tiefkühlfach - bei diesen sommerlichen Temperaturen ist Eis-Schlemmen angesagt. Die eiskalte Sommerspezialität soll
eigentlich für Erfrischung sorgen. Doch weit gefehlt. Kaum auf der Zunge geschmolzen könnte wiederum Nachschub geholt werden
und Durstlöschen ist wieder angesagt. Besser als ein "Eis auf der Hand" ist der Griff zur Mineralwasserflasche, denn das
klare Kühl hat gar keine Kalorien, empfiehlt Pütz. Viel Trinken ist im Sommer Pflicht. Ganz sicher geht man nur mit dem Griff
zur Mineralwasserflasche oder der Cola light-Flasche.
Anzeige Die inneren Werte der Eiscreme sind nicht wirklich besser als ihr Ruf. Außer Fruchteis und Sorbets sind diverse Eisspezialitäten zwar aus Milch oder Milchprodukten hergestellt, doch langen viele Hersteller tief in den Zucker-, Butter- und Sahnetopf.Die "eisigen" Unterschiede Der Zuckergehalt von Eis liegt meist bei 20 Prozent. Es lohnt sich, auf die Unterschiede zu achten. Eine gute
Orientierung gibt bereits die Bezeichnung: Eiscreme ist meist fettreich, Fruchteiscreme schon fettärmer, Milchspeiseeis hat
wenig Fett und Fruchteis oder Sorbets sind nahezu fettfrei. Ein kleiner Kalorienvergleich: Eine große Kugel (75 g) Fruchteis
hat 105, Walnusssahneeis 285 Kalorien. Sahne-, Schokoladen- und Nusseis sind die kalorienreichsten Eissorten. Eine
Schokoladenglasur beim Eis am Stiel erhöht den Fettgehalt noch einmal kräftig. Und wer den Eiskaffee oder den beliebten
Bananensplit noch kalorienreicher möchte, der bestellt eine Sahnehaube oben drauf. Fazit der Ernährungsmedizin: Eis ist ein
zucker- und kalorienreiches Genussmittel (80 bis 220 Kalorien pro 100 Gramm), das nur in Maßen zu genießen ist. Klingt
vernünftig, ist aber selbst von Ernährungsexperten schwierig einzuhalten, kommentiert Pütz.
Der kleine Helfer Wer ängstlich ist, durch das Eis-Schlemmen Gewicht zuzulegen, kann vorher nach den Kalorien der Lebensmittel fahnden. Mealus ist ein portabler digitaler Organizer. Der Benutzer erkennt auf Knopfdruck, wie viel Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Ballaststoffe, Cholesterin die Lebensmittel haben. Die Datenbank dieses Ernährungs-Organizers im Taschenrechnerformat erfasst über 4600 Lebensmittel, von Aal bis Zwiebelwurst und spezielle Produkte wie Magnum oder Eiskaffee. CS
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